M12-Steckverbinder für Industrial Ethernet und PoE

Der RJ45-Stecker ist für das Büro gebaut, nicht für die Anlage. Vibration, Feuchtigkeit, Staub und Reinigungsmittel setzen ihm zu. In der Industrie hat sich deshalb der M12-Rundsteckverbinder durchgesetzt: verschraubt, gedichtet, vibrationsfest. Auch unsere Geräte für den Feldeinsatz setzen auf M12.

Die Kodierungen

M12 ist eine Bauform, keine Schnittstelle – die mechanische Kodierung legt fest, wofür ein Steckverbinder gedacht ist und verhindert Fehlstecken:

KodierungPoleTypische Anwendung
A3–12Sensoren, Aktoren, Gleichspannungsversorgung
D4Industrial Ethernet bis 100 Mbit/s (zwei Adernpaare)
X8Industrial Ethernet bis 10 Gbit/s (vier geschirmte Paare)
L4–5Gleichspannungsversorgung mit höheren Strömen

Genormt sind die Steckverbinder in der Reihe IEC 61076-2. Für Ethernet-Verbindungen sind D- und X-Kodierung relevant.

Schutzart: IP65, IP67 und was dahintersteckt

Die Schutzart gilt grundsätzlich nur im verschraubten Zustand – offene Buchsen brauchen eine Schutzkappe. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper (6 = staubdicht), die zweite den gegen Wasser: 5 steht für Strahlwasser, 7 für zeitweiliges Untertauchen. Der skAInet Edge-Compute erreicht mit vollständig gedichteten M12-Steckern und eloxiertem Aluminiumgehäuse IP67 und ist für den Betrieb bis 1 bar unter Wasser ausgelegt.

PoE über M12

Power-over-Ethernet funktioniert über M12 genauso wie über RJ45 – elektrisch ist es dieselbe Strecke. Bei vierpoligen D-kodierten Verbindungen stehen nur zwei Adernpaare zur Verfügung; die Leistung fließt dann als Phantomspeisung über die Datenpaare (Mode A). Achtpolige X-kodierte Verbindungen führen alle vier Paare und eignen sich damit auch für Gigabit-Ethernet und 4-Paar-PoE nach 802.3bt.

Für die Messtechnik ergibt das eine sehr aufgeräumte Installation: ein verschraubtes Kabel pro Messstelle für Daten und Versorgung, kein Netzteil vor Ort, kein Schaltschrank neben der Maschine.

Worauf Sie bei der Planung achten sollten

  • Kodierung durchgängig planen: D- und X-kodierte Stecker sind mechanisch nicht kompatibel. Übergänge (auch auf RJ45) gibt es als konfektionierte Adapterleitungen.
  • Schirmung: Der Schirm wird bei M12 über das Steckergehäuse großflächig aufgelegt – ein Vorteil in EMV-belasteter Umgebung, etwa neben Antrieben.
  • Versorgung des Switches: PoE-Switches für die Anlage werden meist aus der 48-V-Schiene gespeist. Der skAInet Edge-Compute nimmt 48–72 V DC über M12 und versorgt daraus bis zu sieben PoE-Geräte.
  • Anzugsmoment: Dicht ist die Verbindung nur, wenn die Rändelmutter mit dem vorgesehenen Moment angezogen ist.

PoE-Komponenten mit M12- und RJ45-Anschluss finden Sie in der Kategorie Netzwerk. Wenn Sie ein komplettes Messnetz planen, unterstützen wir Sie im Rahmen der Auftragsentwicklung.

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M12-Steckverbinder für Industrial Ethernet und PoE

Der RJ45-Stecker ist für das Büro gebaut, nicht für die Anlage. Vibration, Feuchtigkeit, Staub und Reinigungsmittel setzen ihm zu. In der Industrie hat sich deshalb der M12-Rundsteckverbinder durchgesetzt: verschraubt, gedichtet, vibrationsfest. Auch unsere Geräte für den Feldeinsatz setzen auf M12.

Die Kodierungen

M12 ist eine Bauform, keine Schnittstelle – die mechanische Kodierung legt fest, wofür ein Steckverbinder gedacht ist und verhindert Fehlstecken:

KodierungPoleTypische Anwendung
A3–12Sensoren, Aktoren, Gleichspannungsversorgung
D4Industrial Ethernet bis 100 Mbit/s (zwei Adernpaare)
X8Industrial Ethernet bis 10 Gbit/s (vier geschirmte Paare)
L4–5Gleichspannungsversorgung mit höheren Strömen

Genormt sind die Steckverbinder in der Reihe IEC 61076-2. Für Ethernet-Verbindungen sind D- und X-Kodierung relevant.

Schutzart: IP65, IP67 und was dahintersteckt

Die Schutzart gilt grundsätzlich nur im verschraubten Zustand – offene Buchsen brauchen eine Schutzkappe. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper (6 = staubdicht), die zweite den gegen Wasser: 5 steht für Strahlwasser, 7 für zeitweiliges Untertauchen. Der skAInet Edge-Compute erreicht mit vollständig gedichteten M12-Steckern und eloxiertem Aluminiumgehäuse IP67 und ist für den Betrieb bis 1 bar unter Wasser ausgelegt.

PoE über M12

Power-over-Ethernet funktioniert über M12 genauso wie über RJ45 – elektrisch ist es dieselbe Strecke. Bei vierpoligen D-kodierten Verbindungen stehen nur zwei Adernpaare zur Verfügung; die Leistung fließt dann als Phantomspeisung über die Datenpaare (Mode A). Achtpolige X-kodierte Verbindungen führen alle vier Paare und eignen sich damit auch für Gigabit-Ethernet und 4-Paar-PoE nach 802.3bt.

Für die Messtechnik ergibt das eine sehr aufgeräumte Installation: ein verschraubtes Kabel pro Messstelle für Daten und Versorgung, kein Netzteil vor Ort, kein Schaltschrank neben der Maschine.

Worauf Sie bei der Planung achten sollten

  • Kodierung durchgängig planen: D- und X-kodierte Stecker sind mechanisch nicht kompatibel. Übergänge (auch auf RJ45) gibt es als konfektionierte Adapterleitungen.
  • Schirmung: Der Schirm wird bei M12 über das Steckergehäuse großflächig aufgelegt – ein Vorteil in EMV-belasteter Umgebung, etwa neben Antrieben.
  • Versorgung des Switches: PoE-Switches für die Anlage werden meist aus der 48-V-Schiene gespeist. Der skAInet Edge-Compute nimmt 48–72 V DC über M12 und versorgt daraus bis zu sieben PoE-Geräte.
  • Anzugsmoment: Dicht ist die Verbindung nur, wenn die Rändelmutter mit dem vorgesehenen Moment angezogen ist.

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